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Die Gewerkschaftssekretärin: Jugendliche brauchen auf ihrem Bildungsweg Unterstützung

In Baden-Württemberg gibt es – einmalig in Deutschland – ein so genanntes Jugendbegleiterprogramm. Dessen Arbeit ist eng mit den gewerkschaftlichen Arbeitskreisen Schule und Arbeitswelt verknüpft. Hier engagiert sich Carina Rettig, Gewerkschaftssekretärin beim DGB-Bezirk Baden-Württemberg.

Als Sozialpädagogin beim Internationalen Bund hat Carina Rettig früher mit schwer vermittelbaren Jugendlichen gearbeitet. Bereits damals nahm für sie das Thema Bildung eine zentrale Rolle ein. „Es ist nötig, jungen Menschen auf ihrem wichtigen Weg in die Ausbildung gezielt zu helfen.“

Mittlerweile ist Carina Rettig Gewerkschaftssekretärin beim DGB Baden-Württemberg. Sie war sowohl beim Aufbau des Programms zur Jugendbegleiterschulung aktiv wie auch bei der Gründung des Arbeitskreises Schule und Arbeitswelt. Beide Projekte arbeiten mittlerweile Hand in Hand.

Jugendbegleiter helfen beim Übergang von der Schule in den Beruf

Das Jugendbegleiterprogramm ist eine baden-württembergische Besonderheit: Unter Beteiligung der Gewerkschaften werden Haupt- und Ehrenamtliche ausgebildet, die konkrete Hilfen beim Übergang von der Schule in den Beruf anbieten. Die Jugendlichen erhalten Unterstützung beim Verfassen von Bewerbungen, sie lernen verschiedene Betriebe bei Besichtigungen kennen und erfahren zudem, welche Rechte ArbeitnehmerInnen und Betriebsräte haben.

Anfang 2006 entstand auf Initiative des DGB im Bezirk und in der Region der Arbeitskreis Schule und Arbeitswelt, der seine Arbeit eng mit der des Jugendbegleiterprogramms vernetzt. „Die konkreten Erfahrungen mit der kontinuierlichen Begleitung der Schülerinnen und Schüler werden im Arbeitskreis reflektiert“, sagt Carina Rettig.

Kontinuierliche Zusammenarbeit mit Schulen vor Ort

Die 15 Aktiven des Arbeitskreises sind auch in der DGB-Region Nordschwarzwald, insbesondere in einer Pforzheimer Hauptschule, mit dem biographischen Planspiel „Ready – steady – go“ präsent. Inzwischen gibt es eine kontinuierliche Zusammenarbeit, denn sowohl das Jugendleiterprogramm als auch das Planspiel kommen bei SchülerInnen und LehrerInnen sehr gut an.

„Für mich als Gewerkschafterin ist Bildung ein zentrales Thema. Wir erleben regelmäßig, dass Jugendliche Anstöße brauchen, um den für sie geeigneten Beruf zu finden, Bewerbungen und Ausbildung zu planen.“ Carina Rettig hofft, dass diese Projekte auch in vielen anderen Regionen Schule machen werden.

Ansprechpartner für den Arbeitskreis Schule und Arbeitswelt in der DGB-Region Nordschwarzwald: Martin.Spreng@dgb.de