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Betriebsräte im Klassenzimmer

Wenn es darum geht, Schülerinnen und Schülern die Verhältnisse in der Arbeitswelt zu zeigen, ist der Lehrplan an deutschen Schulen eine Nullnummer. Dabei sind die rasanten Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt einmal mehr Anlass, sich frühzeitig mit Berufswahl und den wichtigsten Akteuren und Regeln im Betrieb zu beschäftigen. Das Projekt „Gewerkschaften in der Schule“ (GidS) setzt in Neustadt an der Weinstraße an dieser Stelle an.

Mit viel Elan im Unterricht
Seit über sieben Jahren engagieren sich unter Federführung der IG Metall Vertrauensleute und Betriebsräte, um jungen Menschen die Funktion und Arbeitsweise von Gewerkschaften näher zu bringen – mit äußerst positiver Resonanz, wie Eri Feuerbach von der IG Metall zu berichten weiß. „Viele Lehrkräfte, auch Schulleiterinnen und -leiter sind begeistert von unseren Unterrichtseinheiten.“ Die LehrerInnen berichten, dass sie die SchülerInnen selten mit so viel Elan im Unterricht gesehen haben. Ein eindeutiger Ansporn für den Arbeitskreis, weiterzumachen.

Wie wichtig ist ein Tarifvertrag?
Der Arbeitskreis organisiert den Kontakt zu den Schulen, koordiniert Messestände auf Veranstaltungen und sorgt für den Kontakt untereinander. In der Schule ist es den GewerkschafterInnen wichtig, zu zeigen welche Interessen die Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben und wie wichtig ein Tarifvertrag für alle Beteiligten ist. Auch historische Schwerpunkte, wie die Geschichte der Arbeiterbewegung oder die Tragweite von Kinderarbeit gehören zum Bestand der Lehreinheit. Eri Feuerbach wünscht sich für die Zukunft, „dass wir nicht nur eine Doppelstunde pro Schule geben können, sondern, dass wir vielleicht mal die Chance haben, einen ganzen Projekttag mit unseren Themen zu gestalten“.

 

Kontakt:

Neustadt a.d. Weinstraße (IG Metall-Verwaltungsstelle)
Projekt: Gewerkschaften in der Schule - GIDS
Ansprechpartner: Eri Feuerbach
Kontakt
Tel.: 06321 / 92 47 10
eri.feuerbach@igmetall.de